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Pressemitteilung vom 21. Dezember 2012
Berlin, 21. Dezember 2012. Die Schadsoftware, die seit März 2012 unter dem Namen "GVU-Trojaner" im Internet ihr Unwesen treibt, löst aktuell eine neue Infektionswelle aus. Dabei berichteten Betroffene gerade in den letzten Tagen, dass der Rechner gesperrt worden und eine Drohmeldung auf dem Bildschirm erschienen sei, während sie auf einem der beiden bekanntesten illegalen Streaming-Portale navigierten: bei Movie2k oder bei KinoX.

Übereinstimmend gaben die Geschädigten an, dass ihr Bildschirm beim Besuch eines dieser beiden illegalen Filmangebote plötzlich dunkel wurde. Danach erschien eine Meldung mit dem Logo der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) links oben und dem Logo des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der Mitte, darunter ein Playerfenster für die aktivierte Webcam, die den PC-Nutzer mit einem Live-Video von sich selbst erschreckt. Im Text wird diesem vorgeworfen, es seien kinderpornografische und urheberrechtsverletzende Inhalte gefunden worden, weshalb der Rechner gesperrt worden sei. Das Bundeskriminalamt ermittele. Der Nutzer habe 48 Stunden Zeit, um 100 Euro mittels PaysafeCard, einem Internet-Zahlungsmittel, zu bezahlen. Dann würde der Rechner wieder entsperrt.

Dazu die GVU: "Gerade der Umstand, dass die betroffenen Internetnutzer diesen Sperrbildschirm beim Besuch eines bekanntermaßen urheberrechtsverletzenden Streaming-Portals gezeigt bekommen, wirkt als zusätzliches Einschüchterungs- und Druckmittel. Es ist nachvollziehbar, dass viele Geschädigte dadurch der Meldung mehr Glauben schenken und deshalb eher zur Zahlung der 100 Euro bereit sind." Gerade das sollten die Betroffenen aber keinesfalls tun, rät die GVU, denn: "Wer zahlt, macht letztlich nur die Kriminellen reich, die diese Schadsoftware in Umlauf bringen. Der Rechner wird dadurch keinesfalls entsperrt und ist weiterhin infiziert."

Abermals distanziert sich die GVU ausdrücklich von diesen rechtswidrigen Machenschaften: "Wir bedanken uns bei jedem Filmfreund, der sich entschieden hat, nicht solchen professionellen Raubkopierern in die Tasche zu wirtschaften, sondern stattdessen die Filmschaffenden durch Nutzung der immer zahlreicheren legalen Online-Filmangebote zu unterstützen." Es gehöre aber definitiv nicht zum Repertoire der GVU, den Nutzern der illegalen Angebote den Rechner zu sperren. Um bei diesen Verbrauchern einen Verhaltenswandel herbeizuführen, setzten GVU und Filmwirtschaft insbesondere auf Aufklärung.



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