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Pressemitteilung der GVU vom 30. Juli 2007
Hamburg, 30. Juli 2007. Zwei Tage nach dem offiziellen Kinostart von "Die Simpsons - Der Film" dokumentierten Ermittler der GVU - Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen gemeinsam mit P4M - Die Internetagenten in der Nacht von Freitag auf Samstag die erste deutschsprachige Raubkopie im Netz. Die Jagd auf die so genannten First Seeder ist seitdem eröffnet. Nur wenige Stunden später klärte die GVU am Samstag beim Tag der offenen Tür im Polizeipräsidium Frankfurt zahlreiche Besucher über geistiges Eigentum und Diebstahl durch illegale Kopien auf. Damit fuhr die Organisation auch an diesem Wochenende fort, die Geschäfte von Raubkopierern an beiden Enden der Verbreitungskette gezielt zu stören: Strafverfolgung von Verursachern einer massenhaften Verbreitung geraubter Filmversionen auf der einen Seite, Sensibilisierung von Endverbrauchern für den Wert von Originalen auf der anderen.

Die Originalversion von "Die Simpsons - Der Film" zog in den ersten Tagen fast so viele zahlende Besucher in die Kinos wie der kürzlich gestartete Film "Harry Potter und der Orden des Phönix". Um solche Blockbuster vor Raubkopierern zu schützen, arbeiten Verleihfirmen, Kinobetreiber und GVU eng zusammen, wie Vincent de La Tour, Vorstandsmitglied der GVU und Geschäftsführer von Twentieth Fox Century of Germany - der Verleihfirma von "Die Simpsons - Der Film" in Deutschland - ausführt. So soll beispielsweise die Beobachtung von ausgesuchten Kinosälen mit Nachtsichtgeräten die Beschaffung von illegalen Kopien verhindern. "Wenn ein solcher Film erst einmal in den Kinos ist, wird er früher oder später auch als Raubkopie im Internet auftauchen" beschreibt de La Tour die Situation. "Häufig geschieht dies schon vor dem offiziellen Kinostart. Dass der Film diesmal erst zwei Tage danach Online war, werten wir daher als Erfolg, die Sicherheitsmaßnahmen beginnen zu greifen." Auch weiterhin werde man mit aller Entschiedenheit gegen die vorgehen, die für das Auftauchen von Raubkopien im Internet verantwortlich sind und die GVU bei ihren Maßnahmen gegen die Ersteinsteller unterstützen, so de La Tour weiter. Die GVU wird im Laufe des heutigen Montags Strafanträge gegen die "First Seeder" stellen.

Auch am Stand der GVU in der Frankfurter Adickesallee bildeten die Themen "Ersteinsteller", "Tauschbörsen" und "Download" den Mittelpunkt des Interesses. Ab 10 Uhr bis in den frühen Abend standen Mitarbeiter dieser Organisation mehreren tausend Besuchern im Polizeipräsidium für Auskünfte zur Verfügung. Während Kinder und Jugendliche vor allem Fragen zur erlaubten Anzahl von Vervielfältigungen, Kopierschutz und Kopien für gemeinsame Filmabende mit Freunden stellten, bewegte die Erziehungsberechtigten in erster Linie die Erkennung von legalen und illegalen Downloadmöglichkeiten im Internet.




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